Optiqo

Individualbesteuerung 2026: Was sich ändert & was zu tun ist

Am 8. März 2026 hat die Schweiz mit 54,23 % Ja zum Wechsel von der gemeinsamen Veranlagung zur Individualbesteuerung gestimmt. Was sich ändert, wer gewinnt, wer verliert und wann.

Die Abstimmung vom 8. März 2026

Die Schweiz hat am 8. März 2026 über die Volksinitiative für die Individualbesteuerung abgestimmt. Ergebnis: 54,23 % Ja. Jede erwachsene steuerpflichtige Person — ledig, verheiratet, geschieden, verwitwet — wird künftig eine eigene Steuererklärung über das eigene Einkommen einreichen. Die gemeinsame Veranlagung von Ehepaaren (das System seit 1944) endet.

Was sich für Ehepaare ändert

Heute (bis ~2032):

Nach der Individualbesteuerung (spätestens ab 2032 wirksam):

Wer gewinnt, wer verliert

Drei Archetypen von Ehepaaren im Jahr 2026:

Der Kompromiss der Vorlage: Jeder Kanton kann einen neuenPartnerabzug einführen, um den Schlag für Einverdiener-Haushalte abzufedern. Der genaue Betrag wird kantonal ausgehandelt.

Fahrplan bis 2032

Die Kantone behalten wie bisher die Freiheit, ihre eigenen Steuertarife und Abzüge festzulegen — auch eine allfällige kantonale Massnahme, um die Auswirkung auf Einverdiener-Haushalte abzufedern —, aber nicht, ob oder wann sie zur Individualbesteuerung wechseln. Das ist dasselbe Gesetz, derselbe Zeitpunkt, überall.

Was Sie heute tun sollten

Rechtlich noch nichts Erforderliches — die gemeinsame Veranlagung gilt weiter, bis das Gesetz in Kraft tritt (spätestens 2032; der Bundesrat könnte einen früheren Zeitpunkt festlegen, hat das aber noch nicht getan). Aber: